Das 3. Quartal 2019 – Die neue zinslose Welt

Neuwied, 4. Oktober 2019

 

Das 3. Quartal 2019 – Die neue zinslose Welt

Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser,
 
die Handelskonflikte und die zahlreichen politischen Krisen hinterlassen Spuren im Welthandel und damit in der Wirtschaft. Für Donald Trump wird die Lage ungemütlich. Nicht nur politisch steht er unter Druck.
 
Auch die wirtschaftliche Entwicklung gefährdet seine Wiederwahl 2020. Er sitzt in einer selbstgestellten Zins-, Währungs- und Konjunkturfalle. Um aus dieser zu entkommen, benötigt er die Hilfe der US-Notenbank Fed. Diese ist unabhängig und nicht weisungsgebunden. Hier schürt Donald Trump einen weiteren fragwürdigen der zahlreichen internen und externen Konflikte. Anderes als in Japan oder in Europa verfügt Amerika noch über ein hohes Zinssenkungspotenzial, welches früher oder später ausgeschöpft werden wird. Da der amerikanische Finanzmarkt eine globale Führungsrolle einnimmt, werden die Folgen weitreichend sein. Ist diese neue Welt ohne Zinsen nun ein Sieg eines Kapitalismus, der Rezessionen auszuschließen versucht, um seine Verletztlichkeit zu verdecken? Die Zukunft wird es zeigen. Nach dem Zusammenbruch der Immobilien- und Aktienmärkte in Japan im Jahr 1989 ist dort eine zinslose Wirtschaft schon seit 30 Jahren Realität. In meinen Betrachtungen analysiere ich vier weitere Wirtschafts- und Kapitalmarktkrisen der letzten 150 Jahre. Sie waren alle Folgen lang andauernder Wirschaftsaufschwünge, die von Euphorie getragen in einem Kreditboom mündeten und in dem Platzen von Preisblasen an den Aktien- und Immobilienmärkten endeten. Wie ist die Situation heute? Frustration und Sorgen drücken schon seit einiger Zeit auf die Stimmung. Unternehmen tätigen nur die notwendigsten Investitionen. Dank guter Gewinne verfügen sie in der Regel über hohe Barreserven. Neben den Bürgern sind Unternehmen zu Sparern geworden. Die Banken sind in der misslichen Lage, nicht genügend Kredite vergeben zu können. Die niedrigen Zinsen sind aus dieser Sicht gesehen auch der Ausdruck eines Überangebotes an Liquidität. Es macht einen eklatanten Unterschied zu den bisher stattgefundenden Wirtschaftskrisen aus. Auch sind Aktien in Zeiten der Unsicherheit und des fehlenden Zukunftsvertrauens niedrig bewertet. Die Suche nach Sicherheit und Alternativen hat die Preise von Immoblien – insbesondere in Deutschland – Kunst, Oldtimern aber auch von Kryptowährungen nach oben getrieben. Wie unsicher jedoch die Suche nach Sicherheit sein kann, haben Gold-Anleger in den letzten 5 Jahren gespürt. Erst im Zuge des jüngsten Zinsrutsches wurde ihr Investment wieder werthaltiger. Die Zeiten sind aufregend – ohne Zweifel. In der neuen zinslosen Welt werden wir auf unternehmerische Partizipation in Form von Aktien nicht verzichten können. Für Rückfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.
 
Mit freundlichen Größen
Michael Scheidgen

Michael Scheidgen

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