Das 4. Quartal 2018 an den globalen Finanzmärkten – Turbulenter Jahresausklang

Neuwied, 1. Januar 2019

Das 4. Quartal 2018 an den globalen Finanzmärkten – Turbulenter Jahresausklang

Die letzten Wochen von 2018 waren durch heftige Turbulenzen an den Kapitalmärkten gekennzeichnet, die nicht spurlos an den Wertpapierportfolien vorbeigingen. In 2018 gab es nur wenige Anlagen, die Gewinne erzielten. Die Aktienmärkte gaben weltweit nach. Auch Gold verzeichnete leichte Verluste.
 
Im separatem „Marktfokus kompakt“ habe ich die Situation ausführlich unter Berücksichtigung psychologischer, wirtschaftlicher und politischer Aspekte untersucht. Ich hoffe es gelingt mir, den Lesern etwas Orientierung zu geben. Für Anmerkungen und Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung. Es folgt eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Aussagen:
 
    • Krisen bieten Chancen und Risiken. Krisen sind produktiv und notwendig. Sie sind die Voraussetzung für Veränderungen, die auf Lernprozessen basieren, die schmerzhaft sind. Wie man Krisen erlebt und empfindet, hängt von der individuellen Fähigkeit ab, mit negativen Gefühlen umzugehen. Eine Balance zwischen Herz und Verstand ist hilfreich. Es gibt aber keinen Königsweg. Wir Menschen sind Individuen, die sich durch Persönlichkeit auszeichnen.
    • Die politischen Probleme schwächen eine Weltwirtschaft, die sich als relativ robust erweist. Der Brexit und auch die Kongresswahlen in USA offenbaren große Demokratiedefizite. In Großbritannien verweigern die politischen Akteure ein weiteres Referendum über den vorliegenden Kompromissvorschlag. Bei den Kongresswahlen in USA ist die Wahlbeteiligung um 30% gestiegen. Dennoch fanden nur 48% der Wahlberechtigten den Weg zur Urne. Das ganze US-Wahlsystem ist eine Farce: die Kandidatenfindung, der Wahlmodus oder manipulierbare Wahlmaschinen.
    • In Europa und besonders in Deutschland erschüttert ein Dividendensteuerbetrug das Vertrauen in Banken, Rechtsanwaltskanzleien, Wirtschaftsprüfer, Finanzministerien und Bankenaufsicht. In diesem Zusammenhang offenbaren sich schwerwiegende Gründe, weshalb Friedrich Merz ein ungeeigneter Kandidat für ein CDU- oder ein Regierungsmandat ist. Ich zähle Maßnahmen zur Regulierung der Finanzbranche auf, die 10 Jahre nach der Finanzkrise noch immer auf der Agenda stehen und einer dringenden Abarbeitung bedürfen.
    • Europa steht vor einem Berg voller Probleme – aber es demonstriert Einigkeit in Bezug auf den Brexit und die Auseinandersetzung mit Italien. Europa braucht mehr Selbstbewusstsein, das sich aus seiner wirtschaftlichen Potenz speist. 60% der globalen mittelständischen Top-Unternehmen haben ihren Sitz in Europa. Die Defizit- und Verschuldungsquoten in Europa sind im internationalen Vergleich niedrig. Die angegangenen Reformen nach der Finanz- und Eurokrise sind die Grundlage für diesen Erfolg. Die Zinsentwicklung spricht nun für den Euro.
    • Eine die enttäuschende amerikanische Wirtschaftsentwicklung könnte die Chancen auf eine Wiederwahl von Trump in 2020 gefährden. Sein Amt verleiht ihm eine juristische Immunität, die er bei einer Niederlage verlieren wird. Enge, ehemalige und nun geständige Weggefährten wurden bereits zu Haftstrafen verurteilt. Die Familienstiftung von Trump musste wegen gesetzeswidriger Verwendung von Geldern die Tätigkeit einstellen. Es steht also viel auf dem Spiel für Donald Trump. Er wird unberechenbar bleiben.
    • Ich wünsche Ihnen ein gutes, glückliches und friedliches neues Jahr!

Ihr
Michael Scheidgen

Michael Scheidgen

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Telefon: 02631 953960

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